The Vaccines und Teen Jesus & the Jean Teasers in Berlin | 22.01.24

Vor vielen vielen Jahren bekam ich mal einen USB-Stick mit ganz sicher legal runtergeladener Musik geschenkt. Enthalten war darauf unter anderem das Album „What Did You Expect From The Vaccines?“. Und auch wenn es nicht unbedingt meine Jugend geprägt hat, erfüllte sich ein kleiner Traum meines Teenager-Ichs, als ich endlich ein Ticket für The Vaccines hatte.

Der Festsaal Kreuzberg scheint bei jedem Besuch ein anderes Garderoben-System auszuprobieren. Diesmal war es etwas ineffizienter als sonst, doch wir (eine Freundin und ich) haben es genau rechtzeitig raus aus dem unendlichen Pfad der Garderobenschlange zu dem Support-Act, Teen Jesus & the Jean Teasers, geschafft. Meine Begleitung war vor allem wegen der Vorband da, ich selbst hatte noch gar keine Ahnung, was mich da erwarten würde.

Teen Jesus & the Jean Teasers sind eine Punk-Rock Band aus Australien, dementsprechend war die Musik sehr energiegeladen und frech. Die Band besteht aus vier jungen Frauen, die alle super sympathisch und locker wirkten, aber allein schon weil sie in einer Band sind, wäre ich zu schüchtern gewesen, um mit ihnen zu quatschen. Naja, dafür höre ich jetzt deren Musik und vielleicht werde ich bald auch so cool. Als Einstieg empfehle ich „AHHHH!“.

Nach der Vorband war kurz Zeit, um das Bühnenbild zu genießen: Einige Nelken verteilt auf der Bühne und dem Equipment, als Anspielung auf das aktuelle Album. Im Hintergrund waren hübsch drapierte weiße Vorhänge, die je nach Beleuchtung eine andere Farbe annahmen. Ich war gerade fertig mit dem Eindrücke sammeln, da ging das Konzert auch schon los.

Die drei Leute, die diesen Blog hier lesen (danke für euren Support!) kennen The Vaccines wahrscheinlich nicht wirklich. Also kurze Erklärung: Es handelt sich dabei um eine Indie-Rock Band aus London, die in den frühen 2010er Jahren bekannt wurden. Also quasi die Zeit für britische Indie-Rock Bands. Als Vertreter-Songs empfehle ich „Wreckin‘ Bar (Ra Ra Ra)“ und „Teenage Icon“.

Der Sänger Justin Young kam noch selbstbewusster als die Vorband auf die Bühne und hatte keine Probleme, die Menge mitzureißen. Es wurden tatsächlich viele der älteren Songs gespielt, da freute sich mein Teenager-Ich noch mehr. Doch obwohl es sogar einen kleinen Moshpit zwischendurch gab, hielt ich mich diesmal zurück. Es war aber schön, Leute Anfang dreißig fröhlich an einem Montagabend tanzen zu sehen.

Viel erwähnenswertes gab es sonst nicht mehr. Ich habe noch einige lustige Momente im Publikum beobachtet und die Schlange an der Garderobe war am Ende noch länger als am Anfang. Dafür konnte man die Zeit gut nutzen, um noch mal das Konzert Revue passieren zu lassen. Fast in Echtzeit.

Fazit: Gute Stimmung, leicht nostalgisch. Eine Band, deren Songs live noch viel energetischer sind, als bei dem Audio-Medium eurer Wahl.

xoxo