Schon letztes Jahr durfte ich SERPENTIN live erleben, es war ein sehr schönes persönliches Konzert im Schokoladen in Berlin. Aber ich habe keinen Artikel geschrieben. Und auch diesmal wäre ein SERPENTIN-Konzert fast ohne Artikel geblieben. Aber nur fast.
Die Show begann mit ELA, einer Sängerin, die manchmal mit Band auftritt. Aber nicht heute. Der Name wird übrigens kurz ausgesprochen, wie „Ella“, und ist wirklich furchtbar für die Recherche mit Hilfe von Suchmaschinen. Ich konnte aber ein nettes Interview finden, das hoffentlich noch verfügbar sein wird, wenn jemand diesen Artikel in paar Jahren findet.
Nicht nur das Interview war nett, sondern auch die Show. Ein etwas feenhafter Look, sympathisch-liebes Auftreten und Musik, die auch super das Leben berliner UdK-Student:innen untermalen würden. Aber vielleicht war ich bei der letzten Aussage auch etwas beeinflusst von dem Musikvideo zu „Egal“.
ELA hat viel mit dem Publikum gesprochen und einige persönliche Geschichten geteilt. Und sie hat es sogar geschafft, Leute zum Mitsingen zu bringen. Insgesamt also ein sehr passender Warm-Up-Act. Ich denke tatsächlich, dass sie auf einem guten Weg ist, deutlich bekannter zu werden. Auch wenn die deutsche Musikszene aktuell mit den „Neue Neue Deutsche Welle“ Musiker:innen geflutet wird. Es bleibt spannend.
Nach einer Umbaupause und einem langen Intro kam SERPENTIN. Ebenfalls eine Sängerin, aber heute mit Band auf der Bühne.
Die Musik von SERPENTIN wirkt ziemlich düster, in ihr steckt viel Schmerz, die Texte sind gefühlvoll und haben trotz allem einen kleinen Funken Hoffnung. Zum Reinhören würde ich „Innig“ empfehlen. Wenn ich mich richtig erinnere, wurde das Lied als Antwort auf eine nächtliche Panikattacke geschrieben. Diesmal wurde dieser Song allerdings nicht live gespielt.
Dafür gab es einige neuen Lieder, auch mitten im Publikum gesungen. Und wie beim Glass Animals Konzert haben die Leute hier die Musik genossen und mitgesungen, nicht alles mitgefilmt. Über sowas freue ich mich ja immer wieder.
Außerdem gab es Lollis für das Publikum, SERPENTIN spielte auch mal auf einem Akkordeon, dann einen noch nicht veröffentlichten Song über ihre Jugend in Berlin und es gab noch eine Zugabe, da „Alles Scheiße“ an dem Abend noch gar nicht gespielt wurde. Sogar ihre Oma war bei dem Konzert dabei, um sie zu unterstützen. Also alles in allem ein herzerwämende und schöne Show.
Fazit: Die Shows von SERPENTIN wurden von einigen Leuten als „Safe Space“ beschrieben und ich denke, das passt sehr gut. Eine klare Empfehlung, wenn man die Musik mag ( :
xoxo


